Saab hat einen Vertrag mit der schwedischen Defence Materiel Administration (FMV) unterzeichnet und einen Auftrag über vier weitere Gripen-C-Kampfflugzeuge für Ungarn erhalten.

Der Auftrag folgt auf eine Änderung des im Dezember 2001 unterzeichneten Vertrags zwischen FMV und der ungarischen Regierung über 14 Gripen C/D-Kampfflugzeuge für die ungarische Luftwaffe. Die Vertragsänderung für die vier zusätzlichen Flugzeuge wurde am 23. Februar vom ungarischen Verteidigungsministerium und FMV unterzeichnet. Mit der neuen Vertragsänderung wird Ungarn insgesamt 18 Gripen C/D-Flugzeuge zum Schutz und zur Verteidigung des ungarischen und NATO-Luftraums einsetzen.

„Mit dem Gripen-Kampfflugzeug verfügt Ungarn über eine der leistungsfähigsten Luftstreitkräfte Europas. Wir freuen uns auf die Fortsetzung unserer engen Zusammenarbeit mit der ungarischen Regierung und der Verteidigungsindustrie“, sagt Micael Johansson, Präsident und CEO von Saab.

Saab hat derzeit einen Vertrag mit FMV über die Unterstützung der ungarischen Gripen-Flugzeuge, und Saab ist bereit, über 2035 hinaus zusätzliche Upgrades und Unterstützung für die ungarischen Kampfflugzeuge bereitzustellen.

Saab und das ungarische Verteidigungsministerium haben auch eine Absichtserklärung über die Entwicklung von High-Tech-Industriegebieten und Kampfflugzeugfähigkeiten unterzeichnet. Die Kooperation umfasst die Unterstützung beim Aufbau eines Kompetenzzentrums für VR-Technologien in Ungarn.

Anmerkung

Hätte das Schweizer Volk im Jahr 2014 dem Kauf von 30 SAAB GRIPEN zum Preis von rund 3 Mrd CHF zugestimmt, könnten heute wohl nochmals 30 SAAB GRIPEN zu 3 Mrd CHF gekauft werden. Damit käme die Schweizer Luftwaffe mit 60 NKF der Forderung von Claude Nicollier nach 70 Kampfflugzeugen nahe.

Armasuisse hat die zweite Evaluation von SAAB GRIPEN «aus politischen Gründen» abgelehnt.

Quelle: GBP Defence Feb 2024/Felix Meier